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Varell · Ratgeber

Diktieren am Mac: eingebaute Diktierfunktion oder Varell?

Kurz gesagt

Die eingebaute Diktierfunktion des Mac ist kostenlos, setzt Satzzeichen und kann auf Macs mit Apple-Chip ohne Internet arbeiten. Sie schalten sie unter Apple-Menü › Systemeinstellungen › Tastatur ein und starten sie mit der Mikrofon-Taste oder einem Kurzbefehl. Varell (ab 9 € je Nutzer im Monat, immer mit Internet) lohnt sich, wenn Füllwörter und Selbstkorrekturen von selbst verschwinden sollen, Sie ein Wörterbuch für Fachbegriffe brauchen oder am Mac und unter Windows gleich diktieren.

Von Nico Groß, Gesellschafter bei Drillix, baut die Websites und Varell · Stand 27. September 2026

Am Mac gibt es zwei Wege, Text mit der Stimme zu schreiben: die Diktierfunktion, die in macOS schon eingebaut ist, und zusätzliche Diktiersoftware wie Varell. Dieser Ratgeber erklärt zuerst die eingebaute Funktion, so wie Apple sie beschreibt. Danach geht es darum, wann sie reicht und was Varell anders macht. Varell ist die Diktiersoftware von Drillix. Wir schreiben hier also auch über unser eigenes Produkt.

Die eingebaute Diktierfunktion einschalten und nutzen

Apple nennt die Funktion „Diktierfunktion“. Laut Apple können Sie damit an jeder Stelle, an der sich Text eingeben lässt, durch Sprechen schreiben. Das gilt für Nachrichten ebenso wie für Dokumente.

Diktierfunktion aktivieren

  1. Wählen Sie das Apple-Menü › „Systemeinstellungen“.
  2. Klicken Sie in der Seitenleiste auf „Tastatur“. Eventuell müssen Sie dafür nach unten scrollen.
  3. Schalten Sie unter „Diktierfunktion“ die Funktion ein und bestätigen Sie mit „Aktivieren“.

Beim Einschalten fragt macOS, ob Sie Audioaufnahmen mit Apple teilen möchten, um Siri und die Diktierfunktion zu verbessern. Mit „Später“ lehnen Sie ab. Ändern können Sie das jederzeit unter „Datenschutz & Sicherheit“ › „Analyse & Verbesserungen“.

Diktat starten und beenden

Setzen Sie den Cursor an die Stelle, an der der Text stehen soll. Drücken Sie dann die Mikrofon-Taste in der Reihe der Funktionstasten, falls Ihr Mac eine hat, oder Ihren Kurzbefehl für die Diktierfunktion. Alternativ wählen Sie im Menü „Bearbeiten“ › „Diktat starten“. Die Mikrofon-Taste nur kurz drücken: Wer sie gedrückt hält, ruft Siri auf.

Beenden können Sie mit der Taste esc, der Mikrofon-Taste oder dem Kurzbefehl. Nach 30 Sekunden ohne Sprache stoppt die Diktierfunktion von selbst. Eine Grenze für die Länge des Textes gibt es laut Apple nicht. Auf einem Mac mit Apple-Chip können Sie während des Diktats weiter tippen, ohne das Diktat zu beenden.

Kurzbefehl zum Diktieren ändern

Den Kurzbefehl wählen Sie in den Tastatur-Einstellungen unter „Diktierfunktion“ im Menü „Kurzbefehl“. Dort stehen vorgegebene Varianten, etwa zweimal die fn-Taste drücken. Über „Anpassen“ legen Sie eine eigene Tastenkombination fest, zum Beispiel Option-Z.

Satzzeichen, Absätze und Emoji

In unterstützten Sprachen setzt die Diktierfunktion Kommas, Punkte und Fragezeichen während des Diktats selbst. Wer das nicht möchte, schaltet in den Tastatur-Einstellungen „Automatische Interpunktion“ ab. Weitere Satzzeichen sprechen Sie aus, zum Beispiel „Ausrufezeichen“ oder „Doppelpunkt“.

„Neue Zeile“ wirkt wie einmal Zeilenschalter, „neuer Absatz“ wie zweimal. Emoji fügen Sie mit ihrem Namen ein, etwa „Herz-Emoji“. Apple führt alle Befehle in einer eigenen Liste, von Klammern bis zum Eurozeichen. Wörter, bei denen die Erkennung unsicher war, unterstreicht macOS blau. Ein Klick darauf zeigt Alternativen.

Sprache wählen und wechseln

Unter „Diktierfunktion“ › „Sprachen“ › „Bearbeiten“ wählen Sie eine oder mehrere Sprachen. Sind mehrere eingerichtet, wechseln Sie während des Diktats mit einem Klick auf das Sprachkürzel neben dem Zeiger oder mit der Globus-Taste. Die Diktierfunktion gibt es nicht in allen Sprachen und Regionen, und der Umfang kann sich unterscheiden.

Auf dem Mac oder auf Apples Servern

Seit macOS Monterey verarbeitet ein Mac mit Apple-Chip allgemeine Diktate in vielen Sprachen auf dem Gerät, also etwa Nachrichten und Notizen. Eine Internetverbindung ist dafür nicht nötig. Diktate in Suchfeldern gehen weiter an Apples Server.

Ob das auf Ihrem Mac gilt, zeigt der Text unter „Diktierfunktion“ in den Tastatur-Einstellungen. Wird ein Diktat nicht auf dem Gerät verarbeitet, geht es an Apples Server. Dort wird es laut Apple verarbeitet, aber nicht gespeichert, solange Sie „Siri & Diktierfunktion verbessern“ nicht zugestimmt haben.

Diktieren in Word am Mac

Die Diktierfunktion von macOS schreibt auch in Word, denn sie arbeitet überall, wo sich Text eingeben lässt. Word für Mac hat daneben eine eigene Funktion: „Diktieren“ auf der Registerkarte „Start“, per Tastatur mit Option-F1. Laut Microsoft gibt es sie nur mit einem Microsoft-365-Abonnement, und sie braucht eine zuverlässige Internetverbindung.

Wenn die Diktierfunktion nicht funktioniert

Reagiert die Diktierfunktion nicht oder erkennt sie nichts, prüfen Sie laut Apple diese Punkte:

  • Eingeschaltet? Unter „Tastatur“ › „Diktierfunktion“ muss die Funktion aktiviert sein.
  • Richtiges Mikrofon? Dort steht unter „Mikrofonquelle“ entweder „Automatisch“ oder ein bestimmtes Mikrofon. Nutzen Sie ein externes Mikrofon, wählen Sie es dort aus.
  • Zugriff erlaubt? Unter „Datenschutz & Sicherheit“ › „Mikrofon“ muss der Zugriff für das jeweilige Programm eingeschaltet sein.
  • Richtige Sprache? Unter „Diktierfunktion“ › „Sprachen“ muss die gesprochene Sprache eingerichtet sein.
  • Internet vorhanden? Auf einem Mac ohne Apple-Chip braucht die Diktierfunktion dafür eine Verbindung.

Für die eigene Diktierfunktion von Word gilt laut Microsoft zusätzlich: ein aktives Microsoft-365-Abonnement, eine stabile Internetverbindung und Mikrofonzugriff für Word.

Wann die Diktierfunktion völlig ausreicht

Für viele Menschen reicht die eingebaute Funktion. Sie kostet nichts, ist in macOS schon enthalten und muss nur eingeschaltet werden. Auf einem Mac mit Apple-Chip arbeitet sie für allgemeine Diktate ohne Internet. Unterwegs oder bei schwacher Verbindung ist das ein echter Vorteil.

Wer ab und zu eine E-Mail oder eine Notiz diktiert, braucht kaum mehr. Satzzeichen setzt die Funktion in unterstützten Sprachen selbst, für den Rest gibt es Sprachbefehle. Auch lange Texte am Stück sind möglich.

Probieren Sie die Diktierfunktion deshalb zuerst aus. Merken Sie nach ein paar Tagen, dass Sie viel nacharbeiten, lohnt sich der Blick auf eine Alternative.

Was Varell anders macht

Varell ist eine Diktiersoftware von Drillix für Mac und Windows. Sie unterscheidet sich von der Diktierfunktion vor allem in der Bedienung, im Aufräumen des Textes und bei festen Begriffen.

Taste halten, sprechen, loslassen

Bei Varell halten Sie die Diktiertaste gedrückt, solange Sie sprechen. Am Mac ist das die fn-Taste, wählen können Sie auch Control, Option oder Umschalt. Eine kleine Pille auf dem Bildschirm zeigt, dass Varell zuhört. Beim Loslassen steht der Text in dem Programm, in dem der Cursor steht. Ein Fenster, in das Sie wechseln müssten, gibt es nicht.

Aufräumen statt nacharbeiten

Gesprochene Sprache ist selten druckreif. Varell entfernt Füllwörter und Wiederholungen, setzt Satzzeichen und übernimmt Selbstkorrekturen. Aus „Ähm, der Termin ist am Montag, nein, am Dienstag um neun“ wird „Der Termin ist am Dienstag um neun.“ Wer lieber den Rohtext möchte, schaltet das Aufräumen ab. Dauert das Aufräumen zu lange, kommt ebenfalls der Rohtext.

Ein Wörterbuch für Ihre Begriffe

Im Wörterbuch stehen bis zu 100 Einzelwörter, die Varell richtig schreiben soll: Produktnamen, Kundennamen, Begriffe aus Ihrem Gewerk wie „Laibung“ oder „Estrich“. Wortgruppen gehen nicht.

Gleich auf Mac und Windows

Varell läuft am Mac und unter Windows 10 und 11 und wird dort gleich bedient. Wer zwischen beiden Systemen wechselt oder im Team mit gemischten Rechnern arbeitet, muss sich nur eine Bedienung merken. Eine Lizenz gilt für eine benannte Person, auf allen ihren Geräten. Varell gibt es nur für Unternehmen.

Live diktieren, keine Audiodateien

Varell schreibt live in das Programm, in dem Sie gerade arbeiten. Es transkribiert keine Audiodateien, also etwa keine fertigen Aufnahmen von Besprechungen.

Was Varell kostet und voraussetzt

  • Mac: macOS 11 oder neuer, nur Apple Silicon (M1 und neuer). Die Mac-Fassung ist noch ohne Signatur von Apple.
  • Internet: immer nötig. Die Spracherkennung läuft über unseren Dienst, nicht auf Ihrem Rechner. Ohne Internetverbindung gibt es kein Diktat.
  • Sprachen: Deutsch und Englisch. Auf Wunsch erkennt Varell die Sprache selbst.
  • Preis: ab 9 € je Nutzer im Monat für 5 Stunden Diktatzeit. 10 Stunden kosten 15 €, 40 Stunden 50 €, 100 Stunden 100 €. Keine Grundgebühr, keine Mindestlaufzeit.
  • Kontingent: Nicht genutzte Zeit verfällt zum Monatsende. Ist das Kontingent aufgebraucht, endet das Diktieren für diesen Monat.

Bei kurzen Diktaten steht der Text nach rund einer Sekunde da, eine gute Internetverbindung vorausgesetzt. Längere Diktate brauchen etwas länger.

Die Aufnahme geht an unseren eigenen Dienst auf einem Server bei Hetzner in Deutschland. Die Erkennung übernehmen KI-Modelle von Mistral AI. Audio wird auf unserem Server nicht gespeichert, und Ihre Diktate werden nicht zum Training der KI genutzt. Den ganzen Weg der Aufnahme zeigt die Varell-Seite, alle Pakete stehen unter Preise. Systemvoraussetzungen und Installation finden Sie unter Download.

Diktierfunktion und Varell im Vergleich

MerkmalDiktierfunktion (macOS)Varell
KostenIn macOS enthalten, kostenlosAb 9 € je Nutzer und Monat für 5 Stunden
StartenMikrofon-Taste, Kurzbefehl oder „Bearbeiten“ › „Diktat starten“Diktiertaste halten, sprechen, loslassen
InternetAuf Macs mit Apple-Chip für allgemeine Diktate nicht nötig (seit macOS Monterey)Immer nötig
Wo erkannt wirdAuf dem Mac oder auf Apples ServernEigener Dienst bei Hetzner in Deutschland, KI-Modelle von Mistral AI
SatzzeichenKommas, Punkte, Fragezeichen automatisch, weitere per BefehlAutomatisch
Füllwörter, SelbstkorrekturenIn Apples Anleitung nicht beschriebenFüllwörter raus, Selbstkorrekturen übernommen, abschaltbar
Eigene BegriffeIn Apples Anleitung nicht beschrieben; unsichere Wörter blau unterstrichenWörterbuch mit bis zu 100 Einzelwörtern
SprachenViele, Wechsel während des DiktatsDeutsch und Englisch, auf Wunsch automatisch erkannt
LängeBeliebig, Stopp nach 30 Sekunden ohne SpracheKontingent von 5 bis 100 Stunden im Monat
WindowsNicht vorhandenGleiche Bedienung unter Windows 10 und 11
VoraussetzungMikrofon; nicht in allen Sprachen und RegionenmacOS 11 oder neuer, nur Apple Silicon

Stand 21. September 2026. Apple-Angaben nach Apples Mac-Benutzerhandbuch, Varell-Angaben nach der Varell-Seite. Quellen unten.

Welche Lösung zu Ihnen passt

Diktieren Sie gelegentlich, oft ohne Internet oder in vielen Sprachen, bleiben Sie bei der Diktierfunktion. Sie ist kostenlos und fest in macOS eingebaut.

Diktieren Sie täglich E-Mails, Berichte oder Angebote und löschen danach Füllwörter, übernimmt Varell einen Teil dieser Nacharbeit. Das gilt auch, wenn Fachbegriffe immer wieder falsch geschrieben werden oder Ihr Team am Mac und unter Windows arbeitet. Abgerechnet wird je Person, ohne Mindestlaufzeit. Zum Einstieg: Varell 2 Stunden kostenlos testen.

Unter Windows sieht der Vergleich anders aus, denn die Spracheingabe dort braucht selbst Internet. Mehr dazu im Ratgeber Diktieren unter Windows 10 und 11: Win+H oder Varell?

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